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In Erinnerung an eine große Künstlerin

Christiane König - "Das letzte Mädel vom Immenhof" Zitat aus "BILD" v. 19.10.2019

 

 

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Foto: © Michael Müller / Mit freundlicher Genehmigung von Christiane König
 
 

Christiane König (* 7. Oktober 1932, eigentlich Siglinde König, anderen Angaben zufolge Sieglinde König) ist eine deutsche Schauspielerin und Tänzerin.

Leben und Karriere

Christiane König begann im Alter von zwölf Jahren eine Tanzausbildung bei Lola Rogge. Seit 1952 war sie als Tänzerin am Stadttheater in Aachen und ab 1954 am Theater am Besenbinderhof in Hamburg engagiert. Außerdem war sie am Schauspielhaus Hamburg zu sehen. Dessen damaliger Intendant Gustaf Gründgens riet ihr, Schauspielunterricht zu nehmen, was König zunächst jedoch ablehnte, da sie sich in erster Linie als Tänzerin sah. Als ihr jedoch vom Schauspielhaus ein Schauspiel-Stipendium angeboten wurde, nahm sie dieses an. 1954 gab sie in Tanz in der Sonne ihr Filmdebüt, dem noch im selben Jahr ein Auftritt in der Märchenverfilmung Der Froschkönig folgen sollte. Zu dieser Zeit trat sie noch unter ihrem Geburtsnamen "Siglinde König" auf, den sie kurz darauf in "Christiane König" abänderte.

1955 spielte König in der überaus erfolgreichen Ursula Bruns-Verfilmung Die Mädels vom Immenhof die ältere Schwester der beiden Hauptdarstellerinnen Heidi Brühl und Angelika Meissner. Sie erhielt einen Dreijahres-Vertrag und sollte ursprünglich die Hauptrolle in dem Spielfilm Liane, das Mädchen aus dem Urwald übernehmen. Da sie sich jedoch weigerte, mit dem Produzenten Gero Wecker eine Beziehung einzugehen, verlor sie schließlich ihren Vertrag. Einen deswegen geführten Arbeitsprozess gewann sie zwar, doch erhielt König anschließend kaum noch Rollenangebote. In den zwei anschließenden Immenhof-Filmen, die ebenfalls von Wecker produziert wurden, fand sie keine Berücksichtigung mehr.

1960 war sie noch in dem Drama Das kunstseidene Mädchen und in dem Musikfilm Ich zähle täglich meine Sorgen zu sehen. Daneben trat sie weiterhin am Theater auf. Sie spielte u. a. am Jungen Theater und an der Kleinen Komödie in Hamburg, sowie am Theater am Roßmarkt in Frankfurt am Main.

1963 heiratete König Austin Armbrecht, den sie einige Jahre zuvor im Urlaub kennengelernt hatte. Sie zog zu ihm nach Ibiza, wo Armbrecht ein Hotel betrieb und gab ihre Schauspielkarriere auf. Aus der Ehe, die bis zu Armbrechts Tod bestand, ging Tochter Lilian hervor. Christiane König widmete sich in der Folgezeit vor allem der Vermietung von Ferien-Apartments.

Nach dem Tod ihres Mannes verkaufte sie das Anwesen und zog 1993 nach Mallorca. Dort lebt sie heute in dem kleinen Urlaubsort Portals Nous unter dem Namen Christiane Armbrecht.

Erst 2016 kehrte sie vor die Filmkameras zurück, um in dem von Florian Gottschick inszenierten Kurzfilm Martha, der auf Mallorca entstand, die Rolle der Großmutter zu übernehmen.

Filmografie

  • 1954: Tanz in der Sonne
  • 1954: Der Froschkönig
  • 1955: Musik, Musik und nur Musik
  • 1955: Die Mädels vom Immenhof
  • 1956: Mädchen mit schwachem Gedächtnis
  • 1960: Das kunstseidene Mädchen
  • 1960: Ich zähle täglich meine Sorgen
  • 1961: Am Abend ins Odeon (Fernsehserie)
  • 2016: Martha (Kurzfilm)

Bühnenauftritte

  • 1955: Der kleine Napoleon, Kleine Komödie, Hamburg
  • 1958: Ein Engel namens Schmidt, Kleine Komödie, Hamburg
  • 1958: Bezauberndes Fräulein, Kleine Komödie, Hamburg
  • 1959: No, No, Nanette, Kleine Komödie, Hamburg

 

Seite „Christiane König“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Mai 2019, 14:02 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Christiane_K%C3%B6nig&oldid=188459947 (Abgerufen: 2. Dezember 2019, 13:42 UTC)

 

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