Fotos und ihre Geschichten

 

Heidi Brühl, die Künstlerin, die sich selbst nie schonte

 

Norbert Bendig und Heidi Brühl 1979

 

© Foto Norbert Bendig

Im Sommer 1979 bekam ich den Auftrag Heidi Brühl für Radio Bremen zu interviewen. Ich kannte sie aus Filmen wie Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1957) und  Die Frühreifen (1957) und hatte 1959 auch ihre erste Soloplatte Chico Chico Charlie gehört. 1963 sah ich sie in Hamburg auf der Bühne in dem Musical
Annie Get your Gun von Irving Berlin.

Und nun , 1979, ging sie mit mir ins Cafeteria beim NDR , zwei Stunden vor Beginn der Aktuellen Schaubude.

Sie hatte eine lange Autofahrt von München hinter sich. "Ich sehe wohl fürchterlich aus", meinte sie und sah mich fragend an. "Es wird ein Interview fürs Radio", erwiderte ich. "Das ist prima, dann sieht ja niemand
wie abgespannt ich bin", sagte sie und lächelte.


Das Interview hatten wir schnell im Kasten. Danach tranken wir zwei eiskalte Cola, sie zwei und ich zwei. Und dann unterhielten wir uns über Gott und die Welt - auch über sehr persönliche Dinge.

Bevor sie in die Maske ging, gab sie mir die Hand und umarmte mich:
"Danke für das gute Interview und das schöne Gespräch - und pass gut auf dich auf." "Tschüß , Heidi - und alles Gute für Dich!"
Sie drehte sich noch einmal um und winkte...
Ich habe Heidi nie wieder gesehen.

 

Foto und Text mit freundlicher Genehmigung von Norbert Bendig

Um das Foto im Originalkontext zu sehen, klicken Sie bitte hier:

 

 

Heidi Brühl im Jahr 1968.

Werner Becker: "(...) Ja, das ist wirklich lange her und Heidi hat mir dieses Foto zur Erinnerung geschenkt. Der Anlass war 1968 eine Werbe-Tournee der Kosmetik Fa. Schwarzkopf in kleinen bis mittleren Hallen. Meine Band „Valendras“, mit Unterstützung durch ein paar Bläser der „Studiker“, war für die Künstlerbegleitung und Untermalung zuständig. Soweit ich mich erinnere, waren die Künstler: Heidi Brühl, Bibi Johns, Tonia und Rex Gildo. (…) Heidi war auf jeden Fall eine sehr nette, freundliche Kollegin und uns Musikern sehr zugetan. (...)

 

© Werner Becker => www.anthony-ventura.de mit freundlicher Genehmigung!

 

 

Harald Schubert und Heidi Brühl  im Jahr 1978

   Foto: © Harald Schubert / Schubert Gastspiele  Mit freundlicher Genehmigung!

Heidi Brühl in herzlicher Umarmung mit Harald Schubert, Chef der Gastspieldirektion und Künstleragentur Schubert aus St. Georgen im Schwarzwald.  Über 30 Jahre ein Begriff Schubert Gastspiele.

Zu seiner Begegnung mit Heidi Brühl weiss Harald Schubert folgende kleine Anekdote zu erzählen:
 
"Als wir am Abend gemütlich zusammen gesessen sind, hat sie mich immer so nachdenklich angesehen und dann gesagt:  'Wenn ich nur drauf kommen würde, wen dieser Harald Schubert so ähnlich sieht?'  Und ganz plötzlich, mitten in unserer netten Unterhaltung, da ruft sie plötzlich Freude strahlend aus:
 
'Jetzt  hab ich es - den Bubi Scholz!' 
 
( Gustav , genannt Bubi, Scholz ) aus Berlin, Europameister im Mittelgewicht der Berufsboxer Da war ich doppelt Stolz, denn ich hatte das große Glück, diesen besagten  Bubi Scholz auch persönlich zu begegnen, hier bei uns im Schwarzwald. Und durfte sogar die Boxhandschuhe anziehen und mit Bubi einige Trainingsrunden absolvieren. (...)"